Mülheim. Die Stadt Mülheim musste gestern kurzerhand weitere 54 Flüchtlinge, darunter 9 Familien und 17 Einzelpersonen, aufnehmen. Die Nachricht der verteilenden Bezirksregierung erreichte das Rathaus zwei Stunden vorher. „Das ist eine große Herausforderung und eine Zumutung für die Städte“, erklärt Stadtsprecher Volker Wiebels.

Untergebracht wurden die neuen Flüchtlinge (Balkan 12, Mittlerer Osten 32, Afrika 8, Afghanistan und Bangladesch je 1) ebenfalls in der Turnhalle an der Lehnerstraße, die sonst vom Berufskolleg und der Gesamtschule Saarn genutzt wird. Dort sind bereits 81 Geflüchtete (Balkan 53, Mittlerer Osten 13, Afrika 13, Georgien 1) untergebracht, davon 12 Familien und 39 Einzelpersonen. Mit den bisherigen Abgängen von 17 (Rückführung in andere Landeseinrichtungen) und Zugängen von 2 Personen, als notwendigen Austausch mit einer anderen Erstaufnahmeeinrichtung, sind das nun insgesamt 120 Geflüchtete dort.

Alles sei aber wie bisher vorbildlich abgelaufen. „Mit dem Roten Kreuz und der Johanniter Unfallhilfe stehen der Stadtverwaltung zwei kompetente, verlässliche Partner in der Betreuung von Flüchtlingen zur Seite. Das Personal dafür musste aufgestockt werden“, so Wiebels. „Über diese herausragende Kooperation sind wir heilfroh!“

Schulgemeinschaft, Sporttreibende und Anwohner werden im Zusammenhang mit der Unterbringung der Flüchtlinge an der Lehnerstraße Fragen haben. Daher bietet die Stadtverwaltung am 17. August 2015 um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung im gemeinsamen Forum der Gesamtschule Saarn und des Berufskollegs Lehnerstraße an.

 

InfoKlick: Weitere Informationen zur Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge an der Lehnerstraße unter www.muelheim-ruhr.de

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