Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl regt die Prüfung von Städtepartnerschaften mit der Türkei und der Niederlande an (Foto: privat)

Moers. Die CDU-Fraktion im Moerser Stadtrat fordert neue Städtepartnerschaften mit Türkei und Niederlande zu prüfen. In letzter Zeit sei man vermehrt zu  neuen Städtepartnerschaften angesprochen worden, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Ingo Brohl: „Zum einen über die Euregio Rhein-Waal, ob es nicht für die Stadt Moers interessant sei, auch eine Partnerschaft mit einer niederländischen Stadt einzugehen. Wir wissen, dass viele Moerser Unternehmen und Institutionen grenzüberschreitend arbeiten sowie Studenten und Arbeitnehmer über die Grenze regelmäßig pendeln. Die Frage ist aber, ob es eine Basis von bürgerschaftlichen Engagement gibt, eine solche Partnerstadtsverbindung mit Leben zu füllen.“ Dies solle nach Ansicht der Christdemokraten Bürgermeister Christoph Fleischhauer prüfen.

Auch seien die Konservativen von vielen türkischstämmigen Mitbürgern mit dem sehr konkret formulierten Wunsch, endlich mit einer türkischen Stadt eine Partnerschaft einzugehen, angesprochen worden. Brohl befürwortet dieses Ansinnen: „Hier sehen wir bei allem uns vielleicht von der Türkei Trennenden einen sehr starken Faden über unsere türkischstämmigen Mitbürger, so dass eine solche Partnerschaft sofort glaubhaft mit Leben gefüllt werden kann. Daher wollen wir hier als CDU gerade auch auf Grund der Flüchtlingskrise und vielleicht auch gerade auf Grund der aus unserer Sicht trennenden und kritischen Punkte eine solche Städtepartnerschaft sehr konkret angehen. Der Kern von Städtepartnerschaften war und ist nämlich immer, sich über Trennendes hinweg zu verständigen. Eine solche Partnerschaft kann auch das Miteinander in unserem Land stärken.“

Neue Städtepartnerschaften müssten aber nach Ansicht der CDU im Wesentlichen auch finanziell durch privates Engagement getragen werden bzw. dürften nicht zu einer Ausweitung der freiwilligen Leistung im Bereich Städtepartnerschaft führen.

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