Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Duisburg, Benjamin Heimann (Foto: privat)

Duisburg. Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Duisburg, Benjamin Heimann, unterstützt grundsätzlich den Vorschlag seines Parteikollegen Klaus Radny, Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Homberg/Ruhrort/Baerl, den Homberger Parkfriedhof nächtlich mehr zu kontrollieren und für Fahrzeuge sicher zu verschließen, aber “ein Zugang muss bleiben. Friedhöfe sind und bleiben eine wichtige Institution unserer religiösen Weltanschauung.”

Presseberichten zufolge will die CDU-Bezirksfraktion das Thema der Diebstähle auf Friedhöfen, wie bereits vor fünf Jahren, wieder auf die Tagesordnung setzen.

“Von den 17 städtischen Duisburger Friedhöfen ist lediglich ein Friedhof, nämlich der Nordfriedhof, nicht durchgehend geöffnet.” erklärt Heimann, der selbst Homberger Christdemokrat ist. “Ich finde es richtig und wichtig, das trauernde Menschen sich nicht an Öffnungszeiten halten müssen, um sich an dem jeweiligen Grab im Stillen der Toten zu erinnern.” Gegen den Verschluss der Fahrzeugzufahrten hat Heimann nichts einzuwenden, “solange Besucher noch fußläufig das Friedhofsgelände betreten können. Aber das löst das Problem ja nicht.”

Heimann sieht auch in so einem Fall die Friedhofsatzung der Stadt konterkariert, in der die Friedhöfe als Ort der Ruhe und Besinnung für die Erholung der Bürgerinnen und Bürger vorhält. “Nur, weil wir die Pforten verschließen, werden wir diese unmenschlichen Verbrechen nicht verhindern. Und auch die Aufklärungsquote, ganz unabhängig des Strafmaßes, wird nicht verbessert. Auch ohne ein komplettes Verriegeln sieht unser Strafrecht bei einer Störung der Totenruhe eine Haftstrafe bis zu drei Jahren vor, aber die Taten müssen aufgeklärt werden.” so Heimann.

“Dass etwas passieren muss, da hat Klaus Radny aber völlig recht.” konstatiert Heimann und gibt seinem CDUFraktionschef im Homberger Bezirksrathaus Rückendeckung. “Es ist gut, das Klaus Radny das Thema wieder in die Diskussion bringt. Die angesprochenen Kontrollen durch Polizei und Ordnungsamt, das Verhindern eines Befahren mit Kleintransporter – all das sind Maßnahmen die dem Schutz aller dienen und das nicht nur in Homberg. Insofern muss die Aufgabe deutlich und schnellstmöglich im Bereich der städtischen Sicherheit und Ordnung platziert werden. Ich hoffe, das Werteverständnis der anderen Parteien ist zu diesem Thema ähnlich gelagert.” meint der Kreisvorsitzende aller evangelischen Mitglieder der Duisburger CDU.

Heimanns Fazit: “Die Totenruhe, die Trauer und den Raum zum Gedenken sollte es unserer Gesellschaft und unserer Stadt wert sein, hier mit allen möglichen Mitteln aktiv zu werden.”

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