(Symbolfoto)

Essen/Kaarst. Update 06.07.2018 – 09:42: Nach mehreren Tagen auf der Kinderintensivstation verstarb der kleine Junge gestern Nachmittag. Die Ermittlungen zum Unglück dauern an.

Meldungen vom 2. Juli:

Mehrere Spaziergänger (zwischen 29 und 60 Jahren) entdeckten am Freitagabend gegen 19:05 Uhr ein regungsloses Kleinkind in der Ruhr, nahe der Brehminsel in Essen.

Sie gaben an, dass sie sich am Ufer der Ruhr kurz hinter der alten Schleuse befanden, als man zwischen der Brehminsel und dem Ufer einen Körper im Wasser sehen konnte. Sie setzten augenblicklich einen Notruf ab und machten ein auf der Brehminsel befindliches Paar (28/29) auf die Situation aufmerksam. Der 29-jährige Bottroper sprang daraufhin ins Wasser uns zog den Jungen ans Land.

Dort unterstützten zwei weitere hinzugekommene Männer (22/24) die Rettung, indem sie lebensrettende Maßnahmen einleiteten. Plötzlich erschien der Vater (39) des Kindes mit einer größeren Menschengruppe, nahm das Kleinkind in die Arme und lief mit ihm in Richtung Grafenstraße davon. Dort erschienen kurz darauf Rettungskräfte, die das Kleinkind reanimierten und dann in ein Essener Krankenhaus fuhren.

Unklar ist derzeit, wie das Kind in die Ruhr gelangen konnte und wo sich die Familie des Kindes zu diesem Zeitpunkt aufgehalten hat. Bislang liegen keine Hinweise vor, die auf ein Fremdverschulden hindeuten. Zeugen, die etwas beobachtet haben, werden dringend gebeten, sich bei der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0201/829-0 zu melden.

Am Sonntag (1.7.), kurz vor 18 Uhr, erhielt die Polizei Kaarst einen Notruf vom Kaarster See. Die Mutter eines 4-Jährigen gab an, ihren Sohn zu vermissen. Umfangreiche Suchmaßnahmen auf angrenzenden Parkplätzen des gut besuchten Kaarster Sees, am Ufer des Badesees sowie im Wasser führten zunächst nicht dazu, dass das Kind entdeckt wurde. An der Suche waren neben der DLRG, auch die Feuerwehr sowie Rettungsdienst und Polizei beteiligt.

Gegen 18:30 Uhr wurde der 4-jährige Junge leblos im Wasser des Schwimmerbereichs gefunden und sofort reanimiert. Ein Rettungshubschrauber war angefordert, musste jedoch nicht zum Einsatz kommen. Ein Babynotarztwagen brachte das Kind in ein Krankenhaus. Notfallseelsorger zur Betreuung der Mutter waren ebenfalls vor Ort.

Am Montagnachmittag (2.7.) ist der 4-Jährige im Krankenhaus gestorben. Nach ersten Erkenntnissen ist von einem Unglücksfall auszugehen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen zu den genauen Abläufen und Hintergründen aufgenommen. (ots)

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