Chefarzt Dr. Michael Jonas, Klinik für Orthopädie und Traumatologie (Fotos: privat)

Moers. Allein in Deutschland leiden etwa 5 Millionen Bürger unter Beschwerden, die durch einen Gelenkverschleiß verursacht werden. Arthrose ist die häufigste aller Gelenkerkrankungen,“ so Dr. Michael Jonas, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Traumatologie am St. Josef Krankenhaus, „meist sind hier Knie und Hüften betroffen, aber auch alle anderen Gelenke können hier Schmerzen verursachen.“ Ältere Menschen sind häufiger betroffen als jüngere, so leiden etwa die Hälfte aller Frauen und ein Drittel aller Männer ab dem 60. Lebensjahr unter Gelenkverschleiß und damit einhergehenden Schmerzen. Die Bewegungsfähigkeit ist eingeschränkt und die Lebensqualität leidet darunter. Aber auch Unfälle und sportliche Aktivitäten können zu Verletzungen, Beschwerden und vorzeitigem Verschleiß führen.

„Mobil sein, mobil bleiben – unter diesem Motto steht die Behandlung in unserem Gelenkzentrum“, erklärt Dr. Jonas, „als eine der ersten Kliniken am Niederrhein wurde am St. Josef Krankenhaus das Endoprothetikzentrum in Kooperation mit der orthopädischen Gemeinschaftspraxis im Ärzthaus an der Xantener Str. zertifiziert. Beratung und individuelle Behandlung stehen bei uns an erster Stelle.“ Wenn die Schmerzen zu groß werden, die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt ist und andere Behandlungsmethoden bereits ausgeschöpft sind, beraten die Experten zu Operation und Gelenkersatz. Mittlerweile haben in Deutschland mehr als 4 Millionen Menschen ein künstliches Gelenk.

Am 8. Moerser Gelenktag, der am Mittwoch, 12. Dezember 2018 in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr stattfindet, geht Chefarzt Dr. Michael Jonas besonders auf die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Endoprothetik ein, wie zum Beispiel minimalinvasive Operationstechniken oder auch individuell angepasste Prothesen. In einem zweiten Vortrag stellt Dr. Thomas Ritte, leitender Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Traumatologie, Konzepte zur schnellen Gesundung nach Gelenkoperationen vor. „Eine frühe Mobilisierung hat einen positiven Einfluss auf die Genesung“, so Dr. Ritte.

Ist es sinnvoll schon vor der OP mit Physiotherapie zu beginnen? Wie sieht ein Kräftigungsprogramm zur Stärkung der Muskulatur aus? Diese und andere Fragen rund um die Therapie nach dem Gelenkersatz beantworten die Therapeuten des Gesundheitszentrums Niederrhein.

Die Veranstaltung findet im Veranstaltungsraum des Krankenhauses im Untergeschoss, im Bistro Auszeit statt. Die Teilnahme ist kostenlos und eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

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