Die Uhr an "UdU" ist zurück (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation)

Krefeld. Krefelds bekannteste Uhr ist an den als UdU (Unter der Uhr) bekannten Treffpunkt am Ostwall zurückgekehrt. Repariert wurde das altertümliche Objekt, das am Ostwall 166 steht, von der Firma Dahlhaus aus Ennepetal, Spezialist für die Reparatur historischer Uhren und Straßenbeleuchtungen. Ein Taxi hatte die Uhr in der Nacht zum 23. September 2018 gerammt und umgefahren. Die Reparatur hat rund 10 000 Euro gekostet. Die Kosten werden von der Stadt an den Verursacher weiter gegeben. Die Uhr wird am heutigen Donnerstag, 17. Januar, von den Stadtwerken technisch angeschlossen und in Betrieb genommen. Sie ist digital gesteuert und beleuchtet und wird den Krefeldern am Bus- und Bahnhaltestellenbereich wieder zeigen, wie spät es ist.

Am Ostwall Ecke Rheinstraße, genauer der Bereich um die Einmündung der Petersstraße, war (spätestens) seit den 1950er Jahren der beliebte Schülertreff in Krefeld mit der einprägsamen Bezeichnung „UdU – Unter der Uhr“. In den 1950erJahren stand auf dem Mittelstreifen des Ostwalls eine würfelförmige Uhr. Sie bestand bis zur Umwandlung der Haltestelle mit den Fußgängerunterführungen zu Beginn der 1970er-Jahre. Die heutige Uhr wurde am 22. März 1985 in Betrieb genommen, „UdU“ erhielt dadurch eine eigene Uhr an Ort und Stelle.

„UdU“, das war für Jahrzehnte ein beliebter Treff für Schüler nach der Zeugnisausgabe. Hier wurden gute und auch weniger gute Noten gefeiert. Für Fünfen oder Sechsen spendierte damals die Gaststätte „Doctor Flotte“ Hochprozentiges. „Ehepartner lernten sich hier kennen, auch die Idee zum ersten schulübergreifenden Streik wegen zu wenigen Fachlehrern wurde hier geboren“, erinnerte sich ein Zeitzeuge. Irgendwann kippten die Feiern, die Polizei musste für Ordnung sorgen, bis sie dann gänzlich einschliefen. Der Name „UdU“ ist aber geblieben

Wegen der Bauarbeiten an der Haltestelle Rheinstraße wurde die Uhr im Jahr 2014 abmontiert, im Mai 2016 wurde sie wieder aufgestellt. Sie kehrte samt restauriertem Sockel, der alte war bei der Demontage zu Bruch gegangen, und frischem Anstrich zurück.

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