Mit einem großen Trupp von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie Fahrzeugen war das Deutsche Rote Kreuz Kreisverband Niederrhein e.V. bei der Evakuierung im Zuge der Bombenentschärfung in Düsseldorf erfolgreich im Einsatz  (Foto: DRK Kreisverband Niederrhein)

Alpen/Rheinberg/Wesel/Düsseldorf. Mit großem Trupp half der Kreisverband Niederrhein e.V. des Deutschen Roten Kreuzes bei der Evakuierung und Betreuung von Personen, die im Zuge der gestrigen Bombenentschärfung in Düsseldorf ihr Zuhause verlassen mussten. „Wir waren mit 29 ehrenamtlichen, rettungsdienstlich ausgebildeten Helfern aus Rheinberg und Alpen dabei“, berichtet Jan Höpfner, Vorsitzender des DRK Kreisverbandes Niederrhein. Vier Rettungs- und vier Krankenwagen, ein Notarztwagen, ein Führungs- sowie ein Logistik- und Betreuungsfahrzeug hatte der DRK Kreisverband für diese Aktion zur Verfügung gestellt. Der Einsatz war Teil der sogenannten „Patiententransport-Zug-Vereinbarung“.

Evakuierung von Altenheim und Privatpersonen

Der DRK Kreisverband Niederrhein kümmerte sich um die Evakuierung eines Altenheimes, das in unmittelbarer Nähe zum Bombenfundort liegt. Auch Privatpersonen, die nicht selbstständig den Bereich verlassen konnten, wurden von den DRK-Mitarbeitern in die nahegelegenen Schutz- und Betreuungsräume in einer Grundschule und einer Turnhalle gebracht. „Der Transport der Altenheim-Bewohner war nicht einfach, da sie zum Teil stark pflegebedürftig waren“, erzählt Jan Höpfner. So war die älteste Patientin 104 Jahre alt. Sie konnte sich lebhaft an die Kriegszeit in Düsseldorf erinnern.

Nach erfolgreicher Entschärfung der Bombe wurde die Räumung in den späten Abendstunden beendet und der Rücktransport begann. „Nach Rückkehr nach Rheinberg haben wir die Fahrzeuge aufgeräumt und für den nächsten Einsatz vorbereitet“, so Jan Höpfner. Um zwei Uhr nachts war dann der Hilfseinsatz beendet. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ablauf. Dank regelmäßiger Übungen haben unsere Ehrenamtler ihre Aufgaben sehr gut gemeistert“, so der Vorsitzende.

Hilfe im Rahmen des Patiententransport-Zuges

Ein Massenanfall von verletzten oder erkrankten Personen führt oft dazu, dass die im Rahmen des Rettungsdienstes vorgehalten Transportkapazitäten nicht ausreichen, obwohl diese regel- und gesetzeskonform geplant wurden. Dann wird es notwendig, über die übliche überörtliche Hilfe des Rettungsdienstes hinaus aus anderen Bereichen Unterstützung anzufordern.

Zu diesem Zweck ist der „Patiententransport-Zug 10 NRW“ konzipiert worden. Seine Aufgabe es ist, die erforderlichen Transport­kapazitäten für zehn Patienten unterschiedlicher Kategorien gleichzeitig bereit zu stellen. Der „Patiententransport-Zug 10 NRW“ ist so aufgestellt, dass das eingeplante Personal und die vorgesehenen Fahrzeuge und Rettungsmittel nicht aus dem Potenzial des Regelrettungsdienstes gestellt werden. Er muss etwa 60 Minuten nach der Alarmierung abfahrbereit sein.

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