v.l. Anthony Kealey (Polier), Prof. Robert Schlögl (MPI CEC), Ulrich Scholten (OB), Magnus Nickl (Architekt), Dr. Beate Wieland (MKW NRW), Angelika Malinowski (MPG) (Foto: Thomas Hobirk)

Mülheim. Das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr beschäftigt sich mit grundlegenden chemischen Prozessen, die bei der Speicherung und Umwandlung von Energie eine Rolle spielen.

Die Neuausrichtung auf diesen Forschungsschwerpunkt im Jahr 2012 ging mit Plänen zur Erweiterung der Forschung sowie der personellen und räumlichen Vergrößerung einher. Ein Jahr später wurde dafür ein Architektenwettbewerb ausgelobt und im Jahr 2017 begannen schließlich die umfangreichen Neu- und Erweiterungsbauarbeiten. Langfristig soll die Mitarbeiterzahl des MPI CEC von 250 auf rund 400 aufgestockt werden und eine weitere Abteilung hinzukommen.

Auf dem Kahlenberg entstehen derzeit in zwei Bauabschnitten vier neue Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von 4.500 Quadratmetern. Für Neubau, Umbau, Sanierung und Grundstücke stellt das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt 45 Millionen Euro zur Verfügung. Am 14. August fand nun das Richtfest für den zweiten Bauabschnitt am MPI CEC statt. Fertiggestellt wurde der Rohbau des zukünftigen Büro- und Seminargebäudes (Gebäude A) und für die Chemielabore (Gebäude E). Dr. Beate Wieland, Abteilungsleiterin für Forschung im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, überbrachte die Glückwünsche der Landesregierung zum sichtbaren Fortschritt der Baumaßnahmen. In Betrieb genommen werden die neuen Labore und Büros voraussichtlich Ende nächsten Jahres.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute das Ergebnis einer Entwicklung feiern können, die vor fast einem Jahrzehnt begonnen hat. Damals hatte die Max-Planck-Gesellschaft entschieden, dass Forschung zum Thema Energiewende so wichtig ist, dass es dazu ein eigenes Institut geben sollte“, so der Gründungsdirektor des MPI CEC, Prof. Robert Schlögl. „Wir können nun bald vier neue Gebäude in Betrieb nehmen, die uns helfen werden chemische Energiekonversion in die Tat umzusetzen und die zugrunde liegenden Prozesse zu verstehen. Wir liefern sozusagen den ‚Werkzeugkoffer‘, den andere – wie z.B. die Industrie – dann nutzen können, um die Energieprobleme zu lösen.“

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