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Oberhausen. Die Pläne der neuen Geschäftsführung und des Insolvenzbeauftragten sorgen bei den Beschäftigten der KKO und auch der KKO Service GmbH für hohe Verunsicherung.

„Wenn in Oberhausen über 200 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, ist das ein Grund, um aktiv zu werden“, so Henrike Eickholt, Bezirksgeschäftsführerin bei ver.di Ruhr-West. „Wir erwarten, dass sich die KKO ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst wird und alle Möglichkeiten ergreift, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden“, fordert Eickholt.

Dass laut Medien betriebsbedingte Kündigungen zur Zeit nicht ausgeschlossen werden können, sorgt für Verunsicherung bei vielen Beschäftigten in allen Betriebsteilen des Konzerns KKO und wird auch von der Gewerkschaft heftig kritisiert.

Zwar haben die KKO auf einer Versammlung am Donnerstag, zu der auch ver.di eingeladen war, die Mitarbeiter gut informiert und klargemacht, dass man mit der MAV und dem Betriebsrat jetzt in intensive Gespräche einsteigen wird um die Auswirkungen für die Beschäftigten so klein wie möglich zu halten, doch viele Dinge sind einfach nur völlig unklar.

„Die Karten liegen jetzt alle auf dem Tisch, nur sortiert sind sie noch nicht“, so Björn Jadzinski, bei ver.di in Oberhausen für den Gesundheitsbereich zuständig. Die Gewerkschaft hat in der Rechtsberatung nach der Versammlung festgestellt, dass es jetzt viele individuelle Fragen gibt.

Um gemeinsam nochmals individuelle Szenarien aufzuzeigen und einen Wissensvorsprung zu geben, sind die Mitglieder am 22.08.2019 ab 16.30 Uhr im DGB-Haus zur Mitgliederversammlung eingeladen.

„Hier können auch ganz praktische Fragen geklärt werden: Gibt es Risiken bei einem Aufhebungsvertrag? Oder: Wie lang ist mein Kündigungsschutz?“, so Björn Jadzinski, der in den letzten Jahren für die Rechtsberatung für das Gesundheitswesen zuständig war.

Bei Fragen rund um die Versammlung oder Insolvenz bitte an fb03.ruhr-west@verdi.de oder 0208/456710 wenden.

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