Sicherheit im OP gibt die OP-Sicherheitscheckliste (Foto: privat)

Moers. Nicht selten erleiden weltweit tausende von Patienten während der Gesundheitsversorgung vermeidbare Schäden oder sind einem Schadenrisiko ausgesetzt. Schätzungen zeigen, dass selbst in Ländern mit hohem Einkommen einer von 10 Patienten während der Krankenhausversorgung zu Schaden kommt. Die Weltgesundheitsversammlung, die im Mai dieses Jahres in Genf stattgefunden hat und an der sich 194 Länder aus aller Welt beteiligt haben, hat sich die Verbesserung der Patientensicherheit auf die Fahne geschrieben und den 17. September als weltweiten Tag der Patientensicherheit festgelegt. In diesem Jahr findet der World Patient Safety Day zum ersten Mal statt. Somit erreicht das Bündnis Patientensicherheit, das bereits seit 2015 jährliche Aktionstage in Deutschland zu diesem Thema ausruft, globale Bedeutung. Patientensicherheit geschieht nicht von allein: es ist das tägliche Engagement aller Beteiligten, dass die Gesundheitsversorgung sicher macht.

Das Motto des diesjährigen Welttages ist „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“. Das St. Josef Krankenhaus beteiligt sich an diesem Aktionstag mit Informationen rund um das Thema Patientensicherheit. So präsentiert die Abteilung Qualitätsmanagement das Patientenarmband. Hier handelt es sich um ein um das Handgelenk des Patienten geschlungenes Kunststoffband, auf dem der Name und andere wichtige Informationen zum Patienten aufgedruckt sind. Dieses bekommt der Patient direkt bei der Aufnahme. Somit sind Verwechslungen, auch bei nicht orientierten oder dementen Patienten ausgeschlossen. Was ist eine OP-Sicherheitscheckliste? Sicherheitschecklisten sind aus der Luftfahrt bekannt, um die Sicherheit durch Vermeidung unerwünschter Ereignisse zu erhöhen. Im OP-Bereich werden so zum Beispiel die benötigten Ressourcen gecheckt, die Aufgabenverteilung geregelt und die Verantwortlichkeiten festgelegt. Dies alles trägt zur Patientensicherheit bei.

Nicht zu unterschätzen für die Patientensicherheit ist die Krankenhaushygiene, die bereits mit dem Eintreten der Patienten und Besucher ins Krankenhaus beginnt. Hier stehen Händedesinfektionsständer bereit; das richtige Desinfizieren der Hände hat große Bedeutung für die Patientensicherheit. Unter Schwarzlicht kann der interessierte Besucher selbst erkennen, ob seine Händedesinfektion ausreichend ist.

Darüber hinaus ist die Aeskulap Apotheke dabei und stellte das ATHINA-Konzept, ein Konzept, das der Verbesserung der Arzneimitteltherapie-Sicherheit in Nordrhein-Westfalen dient, vor.

In der Zeit von 10:00 bis 14:00 Uhr können sich Patienten und Besucher über den Welttag der Patientensicherheit in der Eingangshalle des Krankenhauses informieren.

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