Der Gebäudesektor trug im vergangenen Jahr mit 117 Millionen Tonnen einen großen Teil zur deutschen CO2 -Bilanz bei. Die IG BAU sieht ein erhebliches Einsparpotential durch energetische Sanierungen – und ruft als Umweltgewerkschaft zum Klima-Protest am 20. September auf (Foto: IG BAU)

Kreis Wesel/Duisburg/Oberhausen/Mülheim/Essen. Zeit fürs Klima am Arbeitsplatz: In den rund 40.500 Betrieben im Kreis Wesel, Duisburg, Oberhausen, Mülheim und Essen sollen Beschäftigte am 20. September ein Zeichen für mehr Klimaschutz setzen. Dazu ruft die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) auf. „Am internationalen Protesttag können auch Arbeitnehmer vor Ort mitmachen – und zum Beispiel eine längere Mittagspause einlegen. Eine Job-Klima-Pause wäre ein wichtiges Signal. Denn das Thema geht jeden etwas an“, sagen die Bezirksvorsitzenden der Umweltgewerkschaft, Karina Pfau für Duisburg und den Kreis Wesel und ihr Kollege für die MEO-Region, Peter Köster. Es sei „höchste Zeit“, sich auch im Beruf über Themen wie Erderwärmung und CO2 -Bilanz auszutauschen. Welche Folgen der Klimawandel bereits jetzt habe, zeige sich an der Forstwirtschaft und den verheerenden Schäden in den heimischen Wäldern. Dürre, Unwetter und Schädlinge setzten den Bäumen in bisher unbekanntem Ausmaß zu. „Von der Fahrgemeinschaft zur Baustelle bis hin zur Sanierung undichter Bürofenster gibt es eine Menge, was man in Sachen Klimaschutz tun kann“, so Pfau und Köster.

Die IG BAU Duisburg-Niederrhein und die IG BAU Mülheim-Essen-Oberhausen appellieren zugleich an die Arbeitgeber in der Region, ihren Beschäftigten die Teilnahme an Klima-Demonstrationen zu ermöglichen – gerade am 20. September, dem zentralen Klima-Protest-Tag. Die Gewerkschaft setzt sich bereits seit Jahren für mehr Klima- und Naturschutz ein – unter anderem in der Klima-Allianz. „Entscheidend ist es, Umwelt und Arbeit zusammen zu denken. Denn weder Natur noch Jobs dürfen unter die Räder kommen“, betont Pfau und Köster.

Nach Angaben des Umweltbundesamts lag der CO2 -Ausstoß in Deutschland im vergangenen Jahr bei 866 Millionen Tonnen. Der größte Anteil entfiel mit 311 Millionen Tonnen auf den Energiesektor, gefolgt von der Industrie mit 196 und dem Verkehr mit 162 Millionen Tonnen. Gebäude trugen 117 Millionen Tonnen CO2 zur Bilanz bei. Wie groß der eigene „CO2 -Fußabdruck“ ist und wo das größte Einsparpotential liegt, das lässt sich beim Umweltbundesamt online ermitteln unter: www.co2-rechner.de.

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