Zur IGA wird das untere Ruhrtal interkommunal präsentiert. Die drei Oberbürgermeister der Städte Mülheim an der Ruhr, Duisburg und Oberhausen, (von links) Nina Frense (RVR-Beigeordnete Umwelt), Ulrich Scholten (Mülheim), Peter Vermeulen (Umweltdezernent Mülheim), Sören Link (Duisburg), Martin Linne (Umweltdezernent Duisburg) und Daniel Schranz (Oberhausen) bekräftigen und begrüßen durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung am Städtedreieck an der Ruhr die angelaufene Zusammenarbeit der Städte für die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (Foto: Walter Schernstein)

Duisburg/Oberhausen/Mülheim. Oberbürgermeister vereinbaren Zusammenarbeit an der Ruhr

Am Montag trafen sich die drei Oberbürgermeister der Städte Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen, Sören Link, Ulrich Scholten und Daniel Schranz am Städtedreieck an der Ruhr und bekräftigten und begrüßten durch die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung die angelaufene Zusammenarbeit der Städte für die Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027.

Schon 2016 hatte sich der Regionalverband Ruhr (RVR) auf Beschluss der Verbandsversammlung als Metropole Ruhr bei der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft als Austragungsort der Internationalen Gartenschauausstellung 2027 beworben und den Zuschlag erhalten. Die neue Landesregierung erklärte im Juli 2018: „Die Landesregierung steht hinter der Internationalen Gartenausstellung 2027“. Die Vorbereitungen in den Städten und der ganzen Region laufen seitdem auf Hochtouren. Neben drei zentralen, eintrittspflichtigen Gartenschauarealen in Duisburg, Gelsenkirchen und Dortmund, den Zukunftsgärten, präsentiert sich die ganze Region mit ihren Grünzügen, Parks, Gärten und Natur- und Landschaftsräumen im Rahmen der IGA unter dem Titel „Unsere Gärten“.

So auch Duisburg, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen, die sich gemeinsam mit dem Gesamtprojekt „Parklandschaft Ruhr“ einbringen. Die Parklandschaft Ruhr verbindet eine Reihe von Vorhaben, die in einem räumlichen und inhaltlichen Bezug zur Ruhr stehen. Naturraum, gestalteter Freiraum, städtische Flächen und Industrieufer aus unterschiedlichen historischen Phasen werden als Ganzes zum Erlebnis- und Lebensraum. Die interkommunale Zusammenarbeit besitzt Modellcharakter und soll zu einer noch stärkeren Vernetzung innerhalb der Region beitragen.

Sören Link ist überzeugt: „Duisburg kann so neben dem großen Zukunftsstandort am Rhein auch am östlichen Stadtrand den historischen Park am Kaiserberg mit dem Botanischen Garten einbringen. Der Ausblick vom Kaiserberg auf die letzten Kilometer der Ruhr ist einfach grandios“.

Ulrich Scholten will, „mit den Ruhrtalprojekten mitten in unserer Stadt an den Geist und die positiven Auswirkungen der MüGa 1992 anknüpfen und die Potentiale der Naturlandschaft an der Ruhr noch sichtbarer und erlebbarer machen und nach heutigen Standarts modern interpretieren”. „Viele Projekte“, da ist sich Scholten sicher, „bieten Antworten auf die IGA-Frage „Wie wollen wir morgen leben““.

Daniel Schranz betont, „Oberhausen wird manchmal nicht mit der Ruhr in Verbindung gebracht, deshalb ist es wichtig unser Ruhrufer mit dem Ruhrpark und die der Ruhr zugewandten Stadtteile aufzuwerten und die Verbindung zum einmalig schönen Ruhrtal klarer herauszustellen“.

Der RVR als „Macher“ der IGA Metropole Ruhr 2027 begrüßt die interkommunale Zusammenarbeit. So Nina Frense, RVR, Beigeordnete für den Bereich Umwelt: „Die IGA 2027 ist das Dekadenprojekt unserer Region. Die Kraft dafür entsteht in interkommunalen Kooperationen. Das ist wichtig, weil die IGA 2027 auch Laborraum für unsere drängendsten Zukunftsfragen ist, allen voran Klimawandel und -anpassung. Wir müssen dabei über Stadtgrenzen hinaus denken – für eine umweltgerechte und klimaneutrale Zukunft der Metropole Ruhr.”

Plan „Parklandschaft Ruhr“ mit den Projektideen ( © )
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