Dr. Axel Döhrmann (r.), neuer Leiter des zertifizierten Darmkrebszentrums, mit seinem Team bei einer Fallbesprechung (Foto: privat)

Oberhausen. Wissenstransfer im Kompetenznetzwerk des Darmkrebszentrums über neueste wissenschaftliche Verfahren in der Krebstherapie

Darmkrebs ist bei Frauen wie Männern die zweithäufigste Krebsart in Deutschland. Jedes Jahr werden über 65.000 Neuerkrankungen diagnostiziert, das Risiko steigt mit einem Alter ab 50 Jahren. Frühzeitig erkannt, ist Darmkrebs in fast 90 Prozent der Fälle heilbar. Maßgeblich für den Erfolg einer Behandlung ist eine intensive Kooperation und Wissenstransfer über verschiedene Fachdisziplinen hinaus. Aus diesem Grund lud das Zertifizierte Darmkrebszentrum des Katholischen Klinikums Oberhausen zu einer Fortbildungsveranstaltung ein.

Die Vorträge vermittelten vorrangig Erkenntnisse neuester medizinischer Studien und Forschungsergebnisse rund um das Thema Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen. In einer offenen Runde konnten die Teilnehmenden mit renommierten Spezialisten über bspw. den Einsatz neuester medikamentöser Therapieformen und Forschungsergebnisse aktueller Studien der Strahlen- und Immuntherapie diskutieren. „Damit möglichst viele Patienten von unserer interdisziplinären Versorgung profitieren, ist uns der Erfahrungsaustausch und die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fachärzten sehr wichtig. Diese Verbindung können wir mit Dialogveranstaltungen wie diesen stärken“, betont Dr. Axel Döhrmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Unter seiner Leitung wurde das Darmkrebszentrum, das ursprünglich im St. Marien-Hospital etabliert war, im Mai am Standort St. Clemens zertifiziert. Voraussetzungen für diese erfolgreiche Übertragung der Zertifizierung waren eine ausgewiesene Expertise bei der Darmkrebsbehandlung und der Nachweis guter Behandlungsergebnisse. Auch die notwendigen Fallzahlen von 200 Operationen wurden im geforderten Zeitraum erreicht. Das KKO konnte in allen Punkten belegen, dass sämtliche Strukturen und Prozesse die Kriterien des unabhängigen Prüfungsinstituts OnkoZert, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifizierungssystem betreut, erfüllen.  Im November werden sich Dr. Axel Döhrmann und sein Team erneut der strengen Qualitätskontrolle der externen Gutachter unterziehen. „Damit stellen wir sicher, dass die Behandlungsqualität auf dem höchsten Niveau bleibt.“

Döhrmann weist mit Nachdruck darauf hin, wie wichtig die Früherkennung und Therapie nach neuestem Standard sind. „Unsere Stärke liegt darin, dass Patienten mit Darm- und Enddarmkrebs von der Diagnose über die Therapie bis hin zu Nachsorge in einem interdisziplinären Kompetenznetzwerk begleitet werden.“ In wöchentlichen Tumorkonferenzen beraten die Fachleute über die individuelle Behandlung mit dem Ziel der größtmöglichen Sicherheit und Qualität für den betroffenen Patienten.

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