(Foto: privat)

Neuss. Der Jugendhilfeträger „Interkulturellen Projekthelden“ hat diesen Sommer gemeinsam mit dem Theater am Schlachthof und dem Kulturamt Neuss den ersten Jugendstadtführer von Jugendlichen für Jugendliche herausgebracht. Neben dem preisgekrönten Buchprojekt „Verschieden – aber eins“, in dem Neusser Jugendliche über ihr Leben in ihrer Heimat berichten und dieses Ende vergangenen Jahres sogar im Bundestag vorstellen durften, wurde auch der Jugendstadtführer von Annette Widmann-Mauz (MdB), Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, gewürdigt. Die Staatsministerin lobte das Projekt, gratulierte der gesamten Stadt Neuss und betonte dabei die Wichtigkeit und Bedeutung solcher Projekte für eine gelingende Integration: „Ebenso freue ich mich, dass Sie dem Namen „Interkulturelle Projekthelden“ alle Ehre machen und wieder eine spannende und integrationsfördernde Idee umgesetzt haben. Neuss und Umgebung in verschiedenen Sprachen zu entdecken und aus Perspektive junger Menschen zu erleben, ist ein wunderbarer Ansatz, um Jugendliche verschiedenster Herkunft, mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte sowie junge Leute, die die Stadt zum ersten Mal besuchen, zusammenzubringen. So entstehen Begegnungsräume, die den gemeinsamen Austausch und das Verständnis füreinander fördern, Neuss zu einer lebendigen und weltoffenen Stadt zu machen.“

Bürgermeister Reiner Breuer hat ebenfalls Exemplare zur Einsicht erhalten und sowohl den Jugendhilfeträger als auch die vielen Jugendlichen für ihr Engagement in ihrer Stadt gelobt und unterstützt die Arbeit der Projekthelden.

Da das Projekt „Neuss to go“ in seiner Form einzigartig ist, gab es Anfragen aus ganz NRW: Ämter, Schulen, Universitäten, pädagogische Einrichtungen und viele Privatpersonen bekundeten ihr Interesse. Es gab schon viele positive Rückmeldungen von Jugendlichen selbst, viele Heranwachsende warten bereits auf die nächste Auflage.

Aufgrund der begrenzten Auflage wurde der Fokus bei der Zustellung zunächst auf die Kultur- und Jugendeinrichtungen der Stadt Neuss gesetzt. Aktuell gibt es keine Exemplare des Jugendstadtführers mehr, sodass der Träger Wartelisten führt und mit Vertretern aus Politik und Verwaltung im Gespräch ist. Geplant ist neben weiteren Exemplaren nämlich auch eine neue Auflage inklusive eines kleinen Updates. Dazu werden die Interkulturellen Projekthelden sich mit dem Stadtpatron Quirinus beschäftigen. „Ich bin gespannt auf die Entdeckungsreise der Kinder und Jugendlichen und bin mir sicher, dass das Leben des Hl. Quirinus für alle Neusser – gleich welcher Herkunft oder Religion – spannend und vorbildlich ist“, sagt Thomas Kaumanns, der die Interkulturellen Projekthelden eingeladen hat, das Quirinus-Münster und den Stadtpatron Quirinus zu entdecken.

Das Ganze soll dann natürlich auch digital für die Hosentasche zur Verfügung stehen. Die geplante App-Version wird aktuell noch mit potenziellen Sponsoren besprochen.

Neben den mobilen Projekten arbeitet der Träger aktiv an der Etablierung eines neuen Jugendzentrums. Staatsministerin Widmann-Mauz (MdB) begrüßte im Oktober 2018 während eines Besuchs im Bundestag dieses Vorhaben im Rahmen der offenen Jugendarbeit und wünschte dem Träger viel Erfolg. „Zugleich drücke ich ihnen die Daumen, dass das geplante offene Jugendzentrum ein voller Erfolg und ein Magnet für Kinder und Jugendliche wird. Ich bin mir sicher, dass die Entfaltungsmöglichkeiten und Angebote großes Interesse finden werden und sicher weiter Mitstreiterinnen und Mitstreiter anlocken wird. Darauf können alle Projekthelden sehr stolz sein!“ so die Staatsministerin.

Auch Bürgermeister Reiner Breuer begrüßt die neue Säule des Trägers, das Interkulturelle Jugendzentrum, das voraussichtlich im Oktober am Berghäuschensweg eröffnet wird.

InfoKlick: https://i-projekthelden.de/publikationen

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