In den Räumlichkeiten des Radiologie Institutes Oberhausen (RIO) wird eine Spezialuntersuchung des gesamten Körpers, das sogenannte Trauma-CT durchgeführt, um schwere innere Verletzungen auszuschließen. Dr. med. Christoph Berndt (r.), Leiter des Lokalen Traumazentrums im KKO, stellvertretende Leiterin medizinische Entwicklung und Prozessmanagement Katharina Löttgen (2.v.r.), Dr. med. Michael Strelow (2.v.l), Chefarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie und Radiologin Dr. med. Sabine Spiker (l.) am RIO freuen sich über die erneute Auszeichnung (Foto: privat)

Oberhausen. Klinik für Unfallchirurgie erneut als  „Lokales Traumazentrum“ im Traumanetzwerk DGU zertifiziert

Die Klinik für Unfall- und Handchirurgie am Katholischen Klinikum Oberhausen wurde von der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) erfolgreich für weitere drei Jahre als lokaler Traumanetzwerkpartner im Traumanetzwerk DGU zertifiziert. Damit wurde dem Traumazentrum erneut höchstes Niveau bei der Behandlung von Schwerstverletzten mit einem sogenannten Polytrauma bescheinigt. Patienten mit solchen komplexen Verletzungen sind auf besonders schnelle medizinische Hilfe und höchste Expertise angewiesen.

Bei einem Polytrauma liegen gleichzeitig entstandene Verletzungen mehrerer Körperregionen oder Organsystemen vor, die einzeln oder in ihrer Kombination lebensbedrohlich sind. Die erfolgreiche Behandlung und somit auch die Prognose für den Patienten sind eng verknüpft mit der Zeit, in der seine Erstversorgung stattfindet. „Ein strukturiertes Notfallsystem und die spezialisierte Versorgung in Traumazentren bieten den Patienten die beste Überlebenschance“, so Oberarzt Dr. med. Christoph Berndt, Leiter des Traumazentrums. „Mit einem interdisziplinären Schockraumteam aus hochqualifizierten Pflegekräften und Ärzten der Notfallambulanz, Unfallchirurgie, Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesie, OP, Gefäßchirurg und Radiologie stellen wir rund um die Uhr die Versorgung in diesen lebensbedrohlichen Situationen sicher.“  Dank eines einheitlichen Behandlungspfades ist jeder der Beteiligten bestens darüber informiert, was zu tun ist. Für jede einzelne Phase der Behandlungsabfolge ist genau vorgeschrieben, was in dieser Zeit zu tun ist. Spätestens nach 30 Minuten sollte das Team wissen, wie es weitergeht. „Ist dann alles Notwendige erledigt, verbessert sich die Prognose für den Patienten erheblich“, so Berndt.

Das Projekt TraumaNetzwerk der DGU wurde 2008 ins Leben gerufen, um die Prozess- und Strukturqualität durch eine zertifizierte Vernetzung geprüfter Krankenhäuser bei der Versorgung von Schwerverletzten zu optimieren. Es ist bereits das dritte Mal, dass das Traumazentrum am KKO bewiesen hat, dass es die strengen Kriterien und Prüfung externer Experten erfüllt.

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