Am kommenden Wochenende stellen Künstler im Atelierhaus an der Hohenbudberger Straße aus. Die Künstler der Dujardin-Ausstellung: v. l.: Sybille Gröne, Heinz Ladage, Martin Schüten, Frank Joerges, Jan Kalff und Martina Urmersbach (Foto: Stadt Krefeld, Presse und Kommunikation, A. Bischof)

Krefeld. Sieben Künstler zeigen Arbeiten in der Weinbrennerei Dujardin

Die Krefelder Künstlerszene mit ihren diversen über das Stadtgebiet verteilten Ateliers ist vielfältig. Ihren östlichen Posten bildet unmittelbar am Rhein das Atelierhaus an der Hohenbudberger Straße. Auf einer Etage in einem Gebäude der Weinbrennerei Dujardin wirken mehrere Künstler unterschiedlicher Genres. Am kommenden Wochenende öffnen sechs von ihnen ihre Werkräume, um ihre neuesten Arbeiten vorzustellen. Die Besucher erwarten Malerei, Skulpturen und Installationen von Sibylle Gröne, Jan Kalff, Martina Urmersbach, Frank Joerges, Heinz Ladage, Sabine Brüning und als Gast Martin Schüten. Die Eröffnung ist am Freitag, 8. November, um 19 Uhr.

Das Thema der Transformation beschäftigt Sibylle Gröne seit geraumer Zeit. Der Prozess der Korrosion in der Natur, zuletzt vor allem die Arbeit mit Eisenoxid, steht bei ihr weiter im Mittelpunkt. Nun hat sie sich neuen Stoffen und Farben zugewandt. „Ich habe für mich leuchtende Farben entdeckt“, so Gröne. Starke Blautöne und intensiv strahlendes Gelb sind auf ihren neuesten Werken zu finden, die sie als serielle Bildgruppe anlegt. Im farblichen Gegensatz stehen die jüngsten Bilder von Jan Kalff, die er mit Graphit anfertigte. Rund drei Monate zeichnete er an dem Schwarz-Weiß-Bild eines Baumes (2 x 1,8 Meter) mit feinen, grauen Abstufungen. Dieses knorrige Exemplar könnte in einer winterlichen Landschaft am Niederrhein stehen. Motive aus der Region hat Heinz Ladage zu einem seiner Themen gemacht: Auf seinen kleinformatigen Holzschnitten bannt er stimmungsvolle Episoden entlang des Rheins. Frank Joerges etablierte in seinem Werk ein außergewöhnliches Porträtmotiv: Bücher. „Ich male, was ich liebe“, betont Joerges. Die extrem vergrößerten Titel- und Rückenansicht wirken wie gedruckt, sind jedoch gemalt. Gleiches gilt für eine 2019 entstandene Reihe von Verpackungen von Malmitteln. Die Porträts von Sabine Brüning wenden sich schnörkellos dem Betrachter zu. Ihre anonymen Porträts stehen an der Schwelle zwischen konkret und abstrakt. Vornehmlich mit Fundobjekten arbeitet Martina Urmersbach, die sie defragmentiert und in einen neuen Zusammenhang stellt. Ob Besenbürsten oder Bodenbeläge, Urmersbach vereint scheinbar Unvereinbares zu fantasievollen Objekten.

Die Atelierausstellung wird am Freitag, 8. November, um 19 Uhr eröffnet. Sie ist am Samstag, 9. November, von 14 bis 19 Uhr und Sonntag, 10. November, von 14 bis 19 Uhr zu sehen.

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